Die Energiewende(28.11.2011)

Wie sieht sie nun wirklich aus, die Energiewende in Deutschland?

Strom wird teurer, und zwar viel teurer als unser Wirtschaftsminister in diversen Talkshows uns glauben machen wollte. Inzwischen hört man zu diesem Thema vom Umweltminister nicht mehr viel.

Die bundesdeutsche Netzagentur hat kürzlich eine Studie zur Auswirkung des Atomausstiegs angefertigt und vor Stromausfällen bei kalten und windstillen Wetterlagen gewarnt. Es ist schon verwunderlich, dass eine solche Untersuchung nicht schon vor dem Ausstiegsbeschluss vorgelegen hat.

Sind die Bewohner Deutschlands nun sicherer vor atomaren Unfällen?
Nein, an unseren Grenzen stehen genügend Meiler, die uns beliefern (wenn der Bedarf im eigenen Land dies zulässt) und die jetzt unter Volllast fahren, aber nicht von deutschen Behörden kontrolliert werden und deren Sicherheitsstandards wir nicht kennen.

Der Ausstiegsbeschluss bricht einen wichtigen Block aus dem Fundament unserer Energieversorgung: 22 Gigawatt grundlastfähige Erzeugungskapazität werden fehlen.
Grundlast heißt, fast immer verfügbar. Jetzt will man Windmühlen mit Gewalt grundlastfähig machen. Dazu braucht man Leitungen und dann immer noch irgendwo in der Republik Wind. Erstere sind noch nicht da und es soll auch Wetterlagen geben, die für ganz Deutschland Flaute bringen. Grundlastfähig sind auch nicht die Solarkraftwerke, grundlastfähig sind lediglich Geothermiekraftwerke und davon gibt es erst einige wenige.

Schlussfolgerung: an leistungsfähigen Braunkohlekraftwerken führt überhaupt kein Weg vorbei. Unsere Ingenieure sind weiterhin gefordert, leistungsfähigen Bergbau zu betreiben und CO2 Verringerungstechnologien für die Kraftwerke zu entwickeln.

Gute Ingenieure sind gefragt, erfindungsreich, fleißig und beharrlich.

Jacobi & Partner sucht Ihnen Ihre Fach- und Führungskräfte.